Arbeiten in Klasse 3/4
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Wolf rettet Geißlein Joggili vor dem Metzger Nendinger Schüler interviewen den Landtagspräsidenten Guido Wolf Von Lisa, Lorena, Mailinda, Laura-Sophie, Tom, Samuel, Henning, Heiko, Jannik, Robin, Luc Leon, Mücahid, Lukas (Klasse 4a) Am 31.1.2012 besuchte die Klasse 4a der GHS Nendingen mit ihrer Lehrerin Helene Buggle den Landtagspräsidenten Guido Wolf in seiner Geschäftsstelle am Tuttlinger Hauptbahnhof. Die Wartezeit, bis Herr Wolf kam und die Aufregung vertrieben sich die Schüler mit rhythmischem Klatschen und Fingerspielen wie Schere, Brunnen, Stein, Papier. Dann stieg die Spannung immer mehr und endlich betrat Herr Wolf das gemütliche Besprechungszimmer. Ein Schüler ganz verzückt: Oh, er riecht so gut! Nach einer kurzen Begrüßung ging die Fragerei los. Aufgewachsen ist Herr Wolf mit einem älteren Bruder und einer älteren Schwester in Weingarten. Er selber hat keine Kinder. Mit seiner Frau wohnt er bei Ravensburg, auch hat er eine Wohnung in Tuttlingen und wenn es bei Sitzungen in Stuttgart spät wird, übernachtet er in einem Hotel. In seiner Freizeit spielt Herr Wolf gerne Xylophon und Klarinette und schreibt Gedichte. Manchmal schaut er sich auch Ringkämpfe in Nendingen an. Im Urlaub fährt er am liebsten nach Griechenland auf die Insel Samos. Auch Ski fahren mag er gerne. Letztes Jahr war er zum ersten Mal in Afrika. Dort hat er eine Safari gemacht und beobachtete dabei in der freien Natur wilde Tiere. Wenn er frei hat, guckt er gerne fernsehen. Sein Lieblingsessen ist Kässpätzle. Schon als Kind wollte Herr Wolf immer Arzt oder Tierarzt werden. Erst während seiner Ausbildung kam ihm der Gedanke, Politiker zu werden. In den Schulfächern war er unterschiedlich gut, als seine Lieblingsfächer nannte er Deutsch, Biologie und Griechisch. Nach dem Abitur studierte Herr Wolf Rechtswissenschaft, all das, was in den Gesetzbüchern steht. Später ging er ans Verkehrsministerium nach Stuttgart, war auch mal Richter und dann Landrat in Tuttlingen. Im Jahre 2006 wurde er zum Landtagsabgeordneten für den Kreis Tuttlingen/Donaueschingen gewählt. Seit 100 Tagen ist er nun Landtagspräsident in Stuttgart. Auf die Frage, ob ihm seine Arbeit Spaß mache, meinte er: „Es muss Spaß machen, sonst wird es nichts!“ Was er nicht so mag bei seiner Arbeit, ist, wenn Politiker sich streiten. Seine Hauptaufgabe sei: „Immer schwätzä!“ Manche Reden schreibt er selber, für andere hat er einen Redenschreiber. Die Schüler der Klasse 4a wollten wissen, ob man den Landtag mit einer Schule vergleichen könne. Seine Aufgabe als Landtagspräsident verglich er mit den Pflichten eines Rektors. „Ich muss schauen, dass alles gut läuft!“ Die Abgeordneten brauchen nichts mehr zu lernen, wenigstens meinen das die meisten. Politiker bekommen keine Noten wie Schüler, allerdings müssen sie sich wieder der Wahl stellen und wenn sie nicht gut gearbeitet haben, werden sie nicht wieder gewählt. Auch Strafen gibt es im Landtag. Wenn jemand trotz mehrfachen Ermahnens immer wieder bei Sitzungen dazwischen ruft, kann der Landtagspräsident ihn aus dem Saal verweisen. Ein Ordnungsgeld wird verhängt, wenn ein Abgeordneter einen anderen beleidigt. Jeder hat im Landtag seine Aufgaben. Man muss sehr viel lesen und sich auf Themen und Sitzungen vorbereiten. Die Abgeordneten haben immer sehr viel Papier auf ihrem Tisch liegen. Wenn Politiker bei wichtigen Sitzungen fehlen, kann ihnen etwas vom Gehalt abgezogen werden. Die Grundschüler wollten von Herrn Wolf auch wissen, ob er manchmal die Bundes-kanzlerin trifft. Dies bejahte er. Auf die Äußerung eines Viertklässlers, er wolle auch mal Bundeskanzler werden, bemerkte Herr Wolf mit sichtlicher Freude: „ Dann werde ich Frau Merkel beim nächsten Treffen berichten, dass in Nendingen bereits ein Schüler an ihrem Stuhl sägt!“ Auch die Wünsche der Kinder an die Politiker wurden angesprochen. „Wir denken vor allem an Kinder, wenn wir Politik machen. Unsere Kinder sollen eine gute Zukunft haben!“ meinte Herr Wolf. Die Klasse 4a wünscht sich Geld für einen schönen Pausenhof, weniger Verkehr und mehr Spielplätze in Nendingen. Herr Wolf antwortete, dass sich die Stadt und vor allem der Bürgermeister darum kümmern müssten. Zum Schluss erzählte Herr Wolf noch eine tolle Geschichte um zu zeigen, wie sehr er Tiere liebt. Bei einer Radtour an der Schweizer Grenze lief ihm ein kleines Geislein namens Joggili ins Rad. Als er es der Bäuerin zurückbrachte, erfuhr er, dass es bald zum Metzger gebracht werden sollte. Herr Wolf hatte Mitleid, kaufte das Geislein und heute steht es quietschlebendig bei einem Gasthaus auf dem Risiberg. Dort besucht er es immer, wenn er Zeit hat. Die Nendinger Schüler erlebten einen freundlichen, witzigen Politiker, der gut erklären kann. Er hat ein großes Herz für Kinder und Tiere, war die Meinung aller. Zum Abschied gab es eine Runde Gummibärchen und Autogrammkarten mit persönlicher Widmung.
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